Gerade bin ich über einen Beitrag über gefälschte Medikamente gestolpert, was mich ziemlich genervt hat. Zum einen ist es ja wirklich der Gipfel der Skrupellosigkeit Menschen abzuzocken, die krank sind und Medikament benötigen. In extremen Fällen besteht ja echte Lebensgefahr und es betrifft nicht nur die vielzitierten Lifestyle-Pillen wie Viagra oder Schlankheitsmittel.
Andererseits haben wir alle solche Meldungen ja schon mehrfach gehört, und da möchte ich doch mal einhaken. Natürlich müssen wir darüber informiert werden, aber was muss denn sonst geschehen? Die gängigen Ratschläge lauten immer wieder: Hände weg von online Medikamenten, das ist doch eh alles nicht sicher, etc.
Ich finde es nicht ausreichend mal wieder das Internet als Medium für Betrüger hinzustellen, ohne sich ernsthaft zu überlegen, wie das gestooppt werden kann, beziehungsweise ohne auf bereits bestehende Strukturen der Kontrolle hinzuweisen. Es existieren ja beispielsweise Listen mit seriöse registrierten Versandapotheken, auf die man zurück greifen kann.
Es ärgert mich besonders, weil die meisten Leute ja auf Internet-Apotheken zurückgreifen, weil sie Geld sparen müssen - weil die Pharma Industrie in unserem Land als heilig gilt und ungeniert enorme Gewinne einfahren darf und dabei noch unterstützt wird. Der Ratschlag Medikamente nur noch offline einzukaufen, stärkt je ebenfalls die eingefahrenen Strukturen und festigt die Abhängigkeit der normalen Menschen von der Interessensgemeinschaft Pharma-Industrie und Apotheke. Es wird Zeit für eine neue Einstellung zur Medizin!
P.S. Ich schwöre ja eh auf Globuli und greife nur dann zur Allopathie, wenns nicht anders geht.
Freitag, 29. Januar 2010
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