Donnerstag, 8. Oktober 2009

9 Milliarden für Olympia 2016

Seit ein paar Tagen ist die Nachricht raus, dass Olympia 2016 in Rio stattfinden wird. Auch ein Finanzplan steht mittlerweile schon: 9 Milliarden soll der Spaß kosten, so wird heute in den Nachrichten gemeldet.

Ja, klar, ich gönne es Brasilien, wie ich es keinem der anderen Wettbewerver gegönnt hätte. Und es liegt auf der Hand, dass das wohl die geilste Party rund um Olympia wird, die es je gegeben hat.
Dennoch, irgendwie drängen sich mir auch ein paar unangenehme Fragen auf: "Muss erst ein Mega-Sport Event her, um das Geld für den dringend nötigen Aufbau der Infastruktur locker zu machen? Und noch viel wichtiger: was geschieht mit den ganz Kleinen, die vermutlich nicht zu den Gewinnern von Olympia 2016 gehören werden?
Damit meine ich beispielsweise die Straßenkinder, die es ja in Rio immer noch gibt. Oder auch die verarmten Älteren, die sich weder als Hafenarbeiter noch als Hotelangestellte verdingen können.

Der wahre Test für Brasiliens menschlich Entwicklung steht dem Land also noch bevor: Wie schafft man es, den Sprung in die erste Welt zu machen, ohne die Menschen, die diesen Sprung nicht mit machen können, in irgendeiner Weise ungerecht zu behandeln? Denn auch wenn man diese Menschen einfach aus dem Blick der Weltöffentlichkeit schafft, lösen sich die deren Probleme nicht von selbst.
Brasilien, wir warten voller Spannung!

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