Mittwoch, 18. November 2009

Relativer Luxus

Gestern war ich einkaufen. Eigentlich wollte ich ja nur ein paar Glühbirnen kaufen, aber dann war da der Laden mit den süßen Fun Shirts gleich neben an, und vielleicht wisst Ihr ja wie das ist, ich bin mal wieder schwach geworden. Dabei hatte ich mir ganz fest vorgenommen, nichts mehr zu kaufen, was ich nicht unbedingt brauche. Aber die Verlockungen sind so groß und ausgeklügelt, dass sich immer wieder die eine oder andere in mein Herz windet.
Gut, also frisch eingekauft und nach Hause gedüst (die Glühbirnen habe ich doch tatsächlich vergessen). Vor lauter schlechtem Gewissen habe ich dann mal meinen Kleiderschrank inspiziert: In der Abteilung T-Shirt fanden sich stolze 24 Exemplare.
Wer braucht schon 24 T-Shirts. Bin heftig mit mir ins Gericht gegangen.
Heute morgen dann hab ich durch Zufall eine News auf meinen Screen bekommen. Nicolas Cage sei pleite, weil er wohl vollkommen über seinen Mitteln gelebt habe. Unter anderem ist da die Rede von 22 Autos (plus ein paar Schlösschen und Edelsteinen).

Irgendwie erinnert mich das an was... 22 Autos oder 24 T-Shirts, der Unterschied ist kleiner als man vielleicht denkt. Auch wenn meine erste Tendenz war, meine Verschwendungssucht zu entschuldigen (schließlich erscheint sie ja verschwindend gering im Vergleich). Aber der weisen Einsicht konnte ich mich nicht versperren: Der Unterschied liegt nicht in der Verschwendungssucht, der Unterschied liegt allein in den Möglichkeiten diese auszuleben....
Also, ich gehe von nun an in Sack und Asche und kaufe bis zum Frühling (mindestens) kein neues Shirt. Aber vielleicht könnte ich mir ja doch noch eins gönnen, ein T-Shirt mit Foto von 22 Autos. Als Erinnerung sozusagen.

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